17.03.2026

Start der nächsten Anpassungsrunde bei 18 Festbetragsgruppen

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📍 Start der nächsten Anpassungsrunde bei 18 Festbetragsgruppen und >5.000 Arzneimittel

 

Kaum hatte der GKV-Spitzenverband am 12.02.2026 seinen Beschluss zur Anpassung und Festsetzung der Festbeträge für einen Rekordumfang von über 75 Festbetragsgruppen veröffentlicht, folgt bereits der nächste Schritt: 

💰 Am 06.03.2026 wurde ein weiteres Stellungnahmeverfahren zur Anpassung der Festbeträge in 18 Festbetragsgruppen der Stufen 2 und 3 eingeleitet. Damit geht es diesmal um Arzneimittelgruppen mit (pharmakologisch-)therapeutisch vergleichbaren Wirkstoffen sowie Wirkstoffkombinationen – mit potenziell erheblichen Auswirkungen auf mehrere Therapiebereiche, insbesondere auf Arzneimittel zur Behandlung der Parkinsonerkrankung. 

 

Sollten die vorgeschlagenen Festbeträge nach Abschluss des Stellungnahmeverfahrens unverändert in Kraft treten, wären Hersteller je nach Wirkstoffgruppe sehr unterschiedlich betroffen.

 

📉 Preissenkungen: 

🔹 ca. 2 % durchschnittliche Preissenkung, z. B. bei Anticholinergika zur COPD-Behandlung oder TNF-α-Inhibitoren 

🔹 ca. 25 % durchschnittliche Preissenkung, z. B. bei HMG-CoA-Reduktasehemmern (Statinen) 

🔹 bis zu 59 % durchschnittliche Preissenkung bei Monoaminoxidase-B-Hemmern zur Behandlung der Parkinsonerkrankung 

 

📈 Preiserhöhung:

Gleichzeitig zeigt sich auch eine gegenläufige Entwicklung. Für die Gruppe der Beta 2-sympathomimetischen Antiasthmatika ist eine Festbetragserhöhung um 113 % vorgesehen – mehr als eine Verdopplung. Hintergrund ist unter anderem die besondere Situation während des Versorgungsmangels 2023/2024, als Festbeträge vorübergehend aufgehoben, Preise erhöht und anschließend erneut angewendet wurden. 

 

📌 Betroffene Hersteller können bis 2. April 2026 schriftliche Stellungnahmen einreichen.

📌 Die neuen Festbeträge sollen zum 1. Juli 2026 in Kraft treten. 

 

🔍 Für Market-Access- und Pricing-Teams lohnt sich ein genauer Blick! Die Anpassungen zeigen erneut, wie dynamisch sich die Festbetragslandschaft entwickelt – und wie relevant eine frühzeitige Analyse der möglichen Auswirkungen auf Portfolio- und Preisstrategien ist.